Marrakesch: Architektur, Souks und Armdrücken
Shownotes
In dieser Episode nehme ich dich mit auf meine Reise nach Marrakesch – eine Stadt, die alle Sinne fordert und verzaubert. Von chaotischen Souks und überraschenden Begegnungen beim Armdrücken im Laden, bis hin zu stillen Oasen auf Dachterrassen und in versteckten Gärten – ich erzähle dir, wie Marrakesch mich in seinen Bann gezogen hat. Erfahre, wie ich mich durch das bunte Treiben treiben ließ, lokale Spezialitäten entdeckte, einen Kochkurs besuchte und meinen Koffer mit marokkanischen Schätzen füllte. Dabei teile ich Tipps, kleine Anekdoten und meine ganz persönlichen Eindrücke von einer Stadt, die niemals stillsteht. Lass dich inspirieren und spüre das marokkanische Lebensgefühl, das mich noch lange begleiten wird.
Bilder zum Trip gibts bei Instagram. Und für Fragen, Feedback oder Themenwünsche schreib mir gerne an podcast@kompassundkaffee.de
Einige Links zu Themen und Orten der Episode findest du folgend:
Kasbah-Moschee (Marrakesch)
https://maps.app.goo.gl/YJMhm7ycAiNFstFK9
Saadier-Gräber
https://maps.app.goo.gl/LkaSMoXR3cCeSw7f9
Medersa Ben Youssef
https://maps.app.goo.gl/KBrpheZBWtGrNJog8
Le Jardin Secret
https://lejardinsecretmarrakech.com/de/ https://maps.app.goo.gl/swnrEkTXV31CfAuU9
Jemaa el-Fna
https://maps.app.goo.gl/Ld578FJpNLFsUDwHA
Souks von Marrakesch
https://www.visitmorocco.com/de/erleben/souks-von-marrakesch
Jardin Majorelle
https://www.jardinmajorelle.com/de/ https://maps.app.goo.gl/yEgUt3hX7bYuzRp26
Yves Saint Laurent Museum Marrakesch
https://museeyslmarrakech.com/de/
Bahia-Palast
https://maps.app.goo.gl/CT1Y38zc8rtJrjtX9
Menara-Gärten
https://maps.app.goo.gl/4zxhPHf6ySZ6f6h8A
Reisen Reisen - Der Podcast
https://www.reisen-reisen-der-podcast.de/
Riad Sabah
hhttps://riadsabah.com/ https://maps.app.goo.gl/7ZpxgzPwwtoC9mj99
Transkript anzeigen
00:00:00: Vormittags in Marokko.
00:00:02: Letztes Frühstück an diesem wundervollen Ort.
00:00:06: Ich habe mich schon verabschiedet und steig ins Taxi, das mich zunächst gelegenen Busbahnhof bringen wird.
00:00:12: Ankommen, umsteigen, weiter geht's.
00:00:22: Und damit herzlich willkommen zu dieser Episode von Kompass und Café.
00:00:26: Ich bin Corinna und nehme dich heute mit auf die Weiterreise.
00:00:31: Ja.
00:00:32: Wir sind schon unterwegs, denn das hier ist Teil zwei meines Marokko-Trips.
00:00:37: Falls du also Teil eins noch nicht gehört hast, hol das doch am besten jetzt nach.
00:00:42: Es geht ums Wellenreiten, fantastischem Essen und entspannte Spaziergänge.
00:00:48: Ehrlicherweise funktionieren aber die beiden Episoden auch ganz gut unabhängig voneinander.
00:00:55: Und jetzt... Jetzt bin ich auf dem Weg zum Kontrastprogramm.
00:01:01: Für die nächsten fünf Tage sage ich adieu zum Atlantik und schmeiß mich stattdessen ins wilde Stadtgetümmel.
00:01:09: Es geht nach Marrakesch.
00:01:12: Es wird laut, es wird bunt, es wird atemberaubend schön, es wird aber auch still und entspannend.
00:01:23: Marrakesh ist nicht die Hauptstadt von Marokko, das nehmen viele immer an, eigentlich ist es aber rabatt.
00:01:29: Trotzdem zieht Marrakesh Tausende von Menschen magisch in den Bann.
00:01:36: Lass uns also Abtauchen in eine Stadt wie tausend und eine Nacht.
00:01:42: Ich komme am Busbahnhof an und für mich geht es weiter.
00:01:46: Weiter in den Stadtteil Kasper von Marrakesh.
00:01:50: Kasper liegt so im südlichen Teil der Mediner und ist ein bisschen ruhiger und ursprünglicher, trotzdem aber ziemlich gut gelegen, auch um direkt an so ein paar bedeutsam Sehdenswürdigkeiten zu sein.
00:02:07: Ehrlicherweise, wie nah zentral und gut gelegen ich da bin, war mir bei der Anreise noch nicht ganz klar.
00:02:15: Denn für die Planung von dem zweiten Teil von meinem Marokotrip Marrakesch habe ich mir so ein bisschen unter die Arme greifen lassen oder sagen wir mal besser, ich habe mir ins Ohr flüstern lassen.
00:02:32: Ich habe Podcast gehört, selbstverständlich als Podcast produzierende Person höre ich auch selbst Podcast und natürlich auch Reise-Podcast.
00:02:43: Er hat mich also bei diesem Teil des Trips so ein bisschen inspirieren lassen von Reisenreisen und befinde mich jetzt auf den Spuren von Jochen Schlimann.
00:02:55: Wer sich also die Marrakesch-Episode von Reisenreisen anhörte, wird vielleicht die ein oder andere Parallel feststellen können.
00:03:04: Am Ende ist es aber trotzdem mein ganz eigenes Erlebnis geworden.
00:03:11: Wir der Taxifahrer und ich cruisen also durch die Stadt, bis wir langsamer werden.
00:03:16: Der Fahrer gibt mir zu verstehen, dass sie hier nicht weiter kommt und dass ich für den restlichen Weg auf mich selbst gestellt bin.
00:03:23: Ich überreiche mal zu danken, dass vorab vereinbarte Geld für die Fahrt wichtig in Marokko am besten immer vorher verhandeln und bevor er überhaupt verhandelt, checken was dann für die Strecke überhaupt ein guter und okayer Preis ist.
00:03:40: Er drückt mir also mein viel zu schweren Koffer in die Hand und da stehe ich.
00:03:45: Und das ist schon der zweite Moment, an dem ich bereue, mir bei dieser Reise etwas gegönnt zu haben, nämlich das große Aufgabe Gepäck.
00:03:55: Ich vermisse jetzt gerade doch sehr mein Handgepäckskoffer, mein Handgepäcksrucksack, mit dem ich sonst üblicherweise unterwegs bin.
00:04:03: Denn links von mir steht Atem beraubend, die Casper Moschee, wirklich ein beeindruckender Architekturtraum aus Bisch und Türkis, rechts von mir sind ein paar kleine Geschäfte und Restaurants und vor mir Baustelle.
00:04:25: Die Straße wird neu gemacht.
00:04:28: Es gibt also weder Théa noch Kopfsteinpflaster, noch sonst irgendeinen Untergrund, der mir bei dem Transport meines Ungetüms von Koffer irgendwie hätte behilflich sein können.
00:04:44: Stattdessen Sand, Rohre und dazwischen ein paar Bretter.
00:04:51: Naja, auf ins Abenteuer zu meiner Unterkunft.
00:04:55: Angekommen und eingecheckt gibt es für mich erst mal Tee und Keksel, schmeiß mein Riesenkoffer ins Zimmer und zieh erst mal zu Fuß los.
00:05:04: Ich habe noch ein paar Stunden Zeit bis zum Abend und will die Gegend, in der ich mich die nächsten Tage aufhalte, erstmal erkunden.
00:05:12: Ich länder also durch die Gassen vorbei an Restaurants, traditionelle und ganz laute Schrille, aus denen Musik kommt und irgendwelche Plastikstürchen davor stehen.
00:05:25: Ein paar Menschen, die sich unterhalten, die Spiele spielen, daneben ist eine Moped-Garage, in der gerade geschweißt wird, der marokkanische DM, an dem ich auch direkt auf der Straße eine fünf Minuten Blitz-Haut-Analyse bekomme und irgendwelche Cremes auf meiner Hand, die mir zeigen sollen, wie toll sich das dann anfühlt.
00:05:49: Und irgendwann finde ich mich wieder in einem kleinen Geschäft, in dem es Kleidung und Taschen und Schuhe und ein paar Swars gibt, auf den Knien.
00:06:01: Vor mir ein kleines Tischchen, auf den ich meinen Elebogen aufstütze, gegenüber von mir ein junger Mann, der Verkäufer.
00:06:11: Wir Hand in Hand.
00:06:13: Wir blicken uns tief in die Augen.
00:06:15: Wir sind beim Armdrücken.
00:06:18: Ja, du hast richtig gehört.
00:06:21: Ich knie da in einem marokkanischen kleinen Geschäft beim Armdrücken mit dem Verkäufer.
00:06:29: Aber mal zurück zum Anfang.
00:06:32: Ich gehe also in dieses Geschäft und fange ein bisschen an zu plaudern mit dem Verkäufer, was ich hier mache, ob ich irgendwas Spezielles suche.
00:06:40: Ich wollte mich aber nur mal umgucken, wo ich denn herkomme und das auch mein erster Tag hier in Marrakeshes.
00:06:46: Er sagt also, ich bräuchte was Traditionelles für mein Aufenthalt und als Andenken.
00:06:52: Ich sage, hm hm hm hm hm.
00:06:54: Na, ich guck mich mal um.
00:06:55: Dann meinte er, ah, das T-Shirt da oben.
00:06:59: Das würde dir stehen.
00:07:01: Wir machen Deal.
00:07:03: Der Deal ist, wer beim Abenddrucken gewinnt, bezahlt das T-Shirt.
00:07:08: Also, verliere ich, kaufe ich das T-Shirt.
00:07:12: Gewinne ich, bekomme ich es geschenkt.
00:07:14: Er guckte mich an, meinte, ah, das ist stark aus, aber das wirst du nicht schaffen.
00:07:22: Was soll ich sagen?
00:07:23: Ich habe mich auf den Deal eingelassen.
00:07:25: Wir knieten also da, er guckte mich an.
00:07:28: und ich sehe, wie das Entsetzen in seinen Augen immer größer wird.
00:07:32: Er guckt auf unsere Hände, er guckt mir ins Gesicht, er guckt auf meine Hände, er guckt auf mein Oberarm, er guckt mir ins Gesicht, das Entsetzen wird immer größer, denn ich gewinne.
00:07:43: Ja, ich war in Marokko beim Abenddrucken und habe ein T-Shirt gewonnen.
00:07:49: Es ist so hellmittelblau mit schwarzer Spitze.
00:07:53: Der hat auch mal gucken, dass ich, ich muss mal gucken, wo ich das tatsächlich überhaupt habe.
00:07:58: Aber ich werde, wenn ich es finde, stelle ich auf jeden Fall im Foto auf Instagram-Kanal.
00:08:04: Kompass und Café heißt der, da könnt ihr da mal gucken und meinen Gewinn begutachten.
00:08:10: An dem Geschäft bin ich in den nächsten Tagen auch noch öfter vorbeigekommen und ja, ich sag mal, voller Ehrfurcht und mit nem grünsten in dem Gesicht hatte mir auch immer wieder schön zugewunken.
00:08:21: Und mit dem beseelten Gefühl des Gewinnes schlände ich also weiter.
00:08:27: durch die Gassen.
00:08:28: Irgendwann wird es auch langsam dämmerig und ich such mir ein Restaurant mit Dachterrasse.
00:08:34: Und plötzlich herrscht dort oben Stille.
00:08:38: Ein frisches Windchenwitz, ich habe mir ein Minsteh bestellt und natürlich Zitronentaginen, mein Lieblingsgericht, die ich mittlerweile festgefüllt habe und genieße einfach mal rauszukommen aus dem Wunderbahn.
00:08:54: Gewusel und den kleinen Geschäften und den Menschen, die immer wieder ansprechen, nicht unangenehm, es ist da einfach so.
00:09:05: Aber irgendwie ist halt überall was los, überall ist Musik, überall ist Gewusel, fährt mal ein Moppe, dann kommt mal ein Auto, dann war irgendwie ja noch die Baustelle in der Mitte.
00:09:16: Und da sitze ich jetzt da oben auf dieser Dachterrasse und das ist einfach nur still.
00:09:21: Es baumeln vor meinen Augen ein paar Lamping-Jungs in hinterbunden Glas und ich habe den Blick auf die Moschee von Kaspar.
00:09:32: Der Turm ist wunderbar verziert mit so Musaiken und alles ist in so beige und türkisch gereilten und das Licht der Häuser reflektiert sich und die langsam untergehende Sonne taucht alles in einem warmen Orange.
00:09:50: So lasse ich den Tag ausklingen und spazier irgendwann die wenigen Minuten zurück in mein Riad.
00:09:59: Es ist der nächste Morgen und ich habe meine Unterkunft mit Frühstück gebucht und ich bin in einem alten traditionellen Riad.
00:10:07: Wer Riads nicht kennt, das sind in der Regel so kleine Oasen in der Stadt, die innen meistens auch so einen offenen Hof haben und dort sitze ich auch zum Frühstück.
00:10:20: Um uns herum ist also das Getummel der Stadt, das morgens schon losgeht und alle einkaufen und zum Markt gehen und dort frisches Obst und Gemüse und Hühner holen.
00:10:32: Aber dort in dem Riat, in dem Innenhof wird ein frisches Lüftchen und die Vögel zwitschern.
00:10:38: Und das ist auch nicht so viel los.
00:10:41: Und ich sitze da an einem Tisch ganz allein.
00:10:44: Und der Tisch wird für mich eingedeckt.
00:10:46: Es gibt Tee und Kaffee und verschiedene kleine Tellerchen mit verschiedenen Sachen drauf und auch so ein traditionellem... Es ist eigentlich kein Brot.
00:10:59: Es ist eher wie so ein Blätterteig.
00:11:02: Fladen, aber es ist auch nicht dick.
00:11:04: Es ist ganz dünn, fast wie ein Pfannekuchen, aber halt wie aus Blätterteig.
00:11:11: Und es gibt dazu auch eher süße Aufstriche und Frischkäse und auch wieder ein paar Kekse.
00:11:18: Auf jeden Fall reichlich Kalorien, dass ich für den Tag gut gestärkt sein werde.
00:11:24: Als ich fertig mit Frühstück war, kommt auch die Besitzerin auf mich zu und fragt mich, wie es mir geht, was ich so vorhab und was ich für die nächsten Tage geplant habe.
00:11:33: Ich bin ehrlich, ich habe mir so ein paar Sachen rausgesucht, aber so den ganz großen Plan, den hatte ich nicht.
00:11:40: Sie setzt sich also zu mir mit einer Karte der Stadt.
00:11:44: Ist jetzt bei mir nicht ganz so hilfreich, weil ich ein Orientierungs-Sinn habe, wie ein altes Brot, aber dennoch zumindest hatte ich dann irgendwas, was ich später in mein Google Maps eingeben konnte.
00:11:54: Hab ihr also gesagt, was ich mir schon mal so grob vorgemerkt habe.
00:11:57: Und sie hat mir noch so ein paar Sachen gezeigt, die man machen kann und so ein paar... Tipps mitgegeben für den Trip, wo man einfach so hingehen kann, wo man auf Öffnungszeiten gucken muss, wo man vielleicht sogar vorher was vorbogen sollte.
00:12:13: Der Plan stand also so grob und für Tag.
00:12:16: heute war angesetzt schlendern.
00:12:19: Sie hat mir noch mal gezeigt, dass in direkter Umgebung wohl einige Attraktionen sind, dass man das aber ganz gut zu Fuß unternehmen kann.
00:12:28: Wie gesagt, ich habe mir das auch in meinem Google Maps abgespeichert, wollte aber erst mal losgehen und bin direkt aus Versehen in der ersten Sehenswürdigkeit gelandet.
00:12:39: Ich habe nur gesehen, da ist irgend ein Tor und irgendwie ein Eingang und es sind ein paar Menschen rein.
00:12:45: Und ich bin einfach hinterher.
00:12:46: Ich habe ein bisschen Eintritt bezahlt.
00:12:48: Ich weiß nicht mehr genau, wie viel, aber er war jetzt nicht so teuer.
00:12:53: Und stehe auf einmal in wunderschönen alten Garten.
00:13:00: Merkt, das sieht ja irgendwie alles aus wie ein Friedhof, bis ich bemerke, dass hier ist auch eine Grabstädte.
00:13:10: Es gab also ein paar Gräber, die außen liegend waren und alte Sandsteingebäude, ich weiß nicht, ob das Sand ist, aber so Steingebäude, wo man auch schon sieht, die sind schon ein bisschen älter, hat dann auch irgendwann auf einer Tafel gelesen, dass die wohl erst wiederentdeckt wurden und insgesamt ist es aber eher ein sehr aufwendig dekoriertes Mosoleum und es gab auch so ein paar Innenräume und da wurde es dann wirklich spektakulär.
00:13:42: Dort ist nämlich auch der Saal der zwölf Säulen und das ist kaum zu beschreiben.
00:13:49: Es ist alles wunderschön verziert.
00:13:52: Es sind eben diese Säulen dort und die Grabstätten und das ist ganz viel im Weiß, auch diese Säulen sind weiß und auch die Bedeckungen der Gräber sind in so, ich denke mal, weißen Marmor, so ein bisschen pyramidenartig aufgebaut und alles ist ja voll mit bunten Mosaiken und Fliesen und oben im Deckenbereich wird es dann eher so dunkelbraun und ganz viel Gold und es gibt einfach keine Stelle, die nicht irgendwie Ja, irgendwie aufbereitet wurde oder beschmückt wurde.
00:14:30: Es ist einfach, egal wo man hinguckt, einfach ein einziger Kunstsaal.
00:14:37: Ich bin dann dort noch ein bisschen durch, bin noch durch ein paar Gänge, die dann eher in so einem Rot-Togen gehalten waren, Rot und Beisch und die Türbögen alle in so einem weißen, verzierten Kranz.
00:14:55: Ich werde euch auch dazu auf jeden Fall Bilder auf Instagram stellen, dass da was ganz vielen weiß, Holz, Gold, Beige, bunte Fliesen, viel in Tokis, gelb und blau und alles ist verziert und beschmückt und trotzdem sieht man im Außen aber auch irgendwie schon so ein bisschen den Verfall des Gebäudes während des im Inneren alles Bestens erhalten und wahrscheinlich auch restauriert ist.
00:15:25: Außen gibt es noch so ein paar Palmen und Pflanzen, die dort blühen.
00:15:30: Und egal, wo man hinguckt, man findet einfach überall schöne Details.
00:15:36: Ich gehe also dort durch, suche mir auch außen noch einen Plätzchen, wo ich ein bisschen sitzen kann.
00:15:42: Man merkt auch mit jeder Minute und Stunde, die vergeht, dass irgendwie mehr los ist.
00:15:49: Von mir huschen nicht nur die Besuche, sondern auch ein paar Katzen vorbei und ich lass das alles auf mich wurken.
00:15:58: Danach gehe ich weiter durch die Stadt und Folge den Massen.
00:16:02: Und egal, ob man will oder nicht, wenn man den Massen folgt, landet man zwangsweise immer irgendwie im Such.
00:16:10: Der Such ist so der Markt in der Stadt oder auch die Stadt in der Stadt und alles führt immerhin auf einen ganz besonderen Platz.
00:16:23: Einem Platz, an dem man nicht vorbeikommt, und das ist Jama Alphna.
00:16:29: Ich spreche das jetzt mit Sicherheit falsch aus, aber Jama Alphna ist so der historische Marktplatz im Herzen der alte Stadt, wo tagsüber eben ganz viel, eigentlich immer viele Händler sind und auf dem Platz selbst gibt es tagsüber dann eher Ja, ist auch mal Saftstände und so Straßenverkäufe mit verschiedenen Gerichten.
00:16:52: Und ja, also diese typischen kleinen Taschen, die auch aus so orientalischem Stoff geschneidet wurden, so Vinears.
00:17:02: Und umso später es wird, umso mehr ändert sich dieser Platz.
00:17:06: Und zu diesem Platz hin führen quasi so die Stränge des Suchs.
00:17:11: Und ich hab mich auch so durch diesen Such.
00:17:14: treiben lassen und war am Anfang komplett überfordert.
00:17:18: Ich bin da rein und wurde wie aufgesogen und überall sind Menschen, das sind enge Gassen, es ist überdacht, aber irgendwie auch nicht so ganz viel provisorische Planen und zwischen den Häusern reingebaut und überall gibt es Abzweigungen und man kann sich da komplett verlieren.
00:17:40: und Es gibt ganz viel, was man immer wieder sieht.
00:17:43: und irgendwann merkt man auch, dass es irgendwie eine Struktur in diesem Suche gibt.
00:17:49: Also ich bin bestimmt fünfmal im Kreis und verkehrt gelaufen, aber irgendwann bemerkt man dann doch, dass es eher so die Souvenir und Touriecke gibt.
00:18:00: wo es eben auch diese ganz typischen Sachen sieht.
00:18:03: Teppiche und Sitzkissen, die immer irgendwie gleich sind.
00:18:06: Und dann merkt man aber auch, wie man so in diesen echteren Teil reinkommt, wo dann auch wirklich die Menschen vor Ort einkaufen.
00:18:15: Also auch da gibt es dann eher so die Einrichtungsabteilung.
00:18:18: Es sind ein ganzes oder ganze Geschäfte nur voll mit verschiedenen Lampen gibt.
00:18:24: Dann kommt die Teppichabteilung, dann kommt die Sitzkissenabteilung, dann kommt die Möbelabteilung.
00:18:31: Dann kommt irgendwie so das Handwerk, wo noch richtig geschneidert wird und man Maß und Fertigungen machen lassen kann.
00:18:38: Dann kommt so die Lederabteilung, wo alles in Leder verarbeitet wird.
00:18:43: Taschen, Gürtel, Fue, wo auch noch richtig, ja, man zugucken kann, wie da die Dinge zugeschnitten und vernäht und verarbeitet werden.
00:18:51: Und hier kommen noch mal Löcher rein und da kommen Nieten und es ist laut und irgendwie auch staubig und schmutzig.
00:18:58: Und dann kommt man weiter und ist auf einmal so in der Lebensmittelabteilung und hat sämtliche Gewürze und Gerüche und dazwischen wird natürlich auch immer frisch zubereitet und man kann sich da durchprobieren.
00:19:11: und dann gibt es wieder was zu trinken und irgendwelche Säfte und Gebäck und auch so, ich sag mal, verschiedene Dinge, die so im Fett rausgebraten werden, in deftig, in süß, da ist wirklich alles dabei.
00:19:26: Zwischenden kommen immer irgendwelche Menschen mit Karren voll beladen, von denen man denkt, man wird gleich umgefahren, aber man wird nicht umgefahren, weil irgendwie gibt es so ein System im Chaos, und auch da kann ich nur Reisen, Reisen zitieren, die ja vom marokkanischen Verkehr immer von Free Chess sprechen.
00:19:46: Aber ich finde auch in diesem Zug ist es irgendwie Free Chess, weil... Jeder macht zu seinem Part und trotzdem geht man aufeinander ein und alles wird wuselig und chaotisch und am Ende funktioniert und geht doch fließend ineinander über.
00:20:02: und ich lass mich so so treiben und ich liebe diese Sitzkissen.
00:20:07: und mit Sitzkissen meine ich jetzt nicht so ein kleines Meditationskisschen, die gibt es auch, sondern eher diese großen rechteckigen Sitzkissen, die auch so ein bisschen höher sind, von denen habe ich auch in der ersten Episode erzählt.
00:20:21: die lagen in der Chill-Out-Area aus, wenn ihr zu wissen wollt, wenn du wissen willst, dass ich meine höre auf jeden Fall in die erste Episode von Marokko rein zwischen Wellen und Gewürzen, da beschreibe ich das genauer.
00:20:34: Und ich hatte ja diesen monströsen Koffer dabei, in dem ich ja absichtlich auch ein bisschen Platz gelassen habe, weil ich mir dachte, wenn ich mir doch mal irgendwas mitnehmen will.
00:20:45: Ich fange also an, in diesen Geschäften muss diese Sitzkissen gibt immer mehr zu stöbern und zu gucken.
00:20:51: Und die Verkäufer merken schon, ach, da besteht echtes Interesse.
00:20:56: Und fragen mich also, was ich will.
00:20:57: Und auf einmal bin ich auch da mittendrin.
00:21:00: Plötzlich ziehen die zwei mir zicktausend Kissen raus und erklären mir, was das für ein Superstoff ist und welcher aus welchen Teppich das genäht ist und das der ja echt ist und nichts mit Plastik und echte Wolle.
00:21:13: und hier die und dahinten ist noch der Stand mit dem Kusser und der hat auch noch Kissen.
00:21:19: Die ziehen mich mit und ziehen mich nicht mit, aber nehmen mich freundlich mit zu dem anderen Stand und ziehen wieder zwanzig Kissen raus.
00:21:27: und hier bester Preis und überhaupt.
00:21:29: Und kaum versehe ich mich, habe ich auf einmal zwei von diesen Dinger gekauft, die, wie ich feststellen musste, am Ende doch sehr viel mehr Platz wegnehmen, als ich eigentlich immer im Koffer hatte oder als ich überhaupt gedacht habe.
00:21:43: Da stehe ich jetzt mit meinem Beutel, mit diesen Sitzkissen drin.
00:21:48: und lasse mich immer weiter Richtung Chama-Elf-Nahrtreiben und stehe irgendwann voll bepackt mit diesen Taschen in der Hand auf diesem Platz, wo pure Leben stattfindet und braucht erst mal wieder ne Pause.
00:22:01: Es ist Nachmittagssonne, es ist warm, ich fährt langsam hungrig.
00:22:05: Ja, ich habe ein Passnecks gegessen, aber irgendwann braucht man ja doch auch was richtiges und such mir also wieder ganz klar eine Dachterrasse.
00:22:12: Ab mit, dass es so ein bisschen ungeguckt, was ein bisschen traditioneller aussieht.
00:22:16: und Ja, unten ist es meistens in diesen Restaurants und Bereich, wo man innen sitzen kann und dann geht es immer weiter nach oben und nach oben und nach oben und immer weiter stufen nach oben mit verschiedenen Plateaus und dann eben oben auch die offene Dachterrasse, wo man sitzen kann und dort wieder das gleiche Phänomie.
00:22:36: Ich weiß nicht, wie das funktioniert, aber unten ist das wilde, bunte Leben und Musik und Stimmen und Menschen und Fahrzeuge und oben herrscht einfach Ruhe.
00:22:48: Und dort sitze ich dann mit meinen Tüten und irgendwie müde und die Füße tun weh und trotzdem erfüllt von dieser bunten, schrillen Welt, die dort unten einfach stattfindet.
00:23:03: Und ich beobachte die Menschen und das gewuselt und gibt selbst beim Sitzen so viel zu entdecken.
00:23:10: und im Hintergrund läuft ne leichte, angenehme Musik.
00:23:15: Über mir sind so ein paar Leinentücher als Sonnensäge gespannt, es werden leichte Brise und ich lasse den Tag so an mir vorbei ziehen oder kann ja oben einfach nochmal gut reflektieren, was ich da so alles erlebt habe.
00:23:34: Und langsam neigt sich der Tag auch wieder dem Ende und man sieht, wie der Wandel an diesem Platz so vorangeht.
00:23:42: Dem was auf diesen Platz tagsüber, ja ich sag mal noch, ja auch der normale Markt ist, wo die Leute einkaufen gehen, wird abends zur Hauptattraktion mit, mit Feuerspuckern, Geschichten, Erzählern, Gauklern, es ist wie so ein Freilichtmuseum, es kann man von halten, was man will, aber dann auch so schlangen Beschwörer oder Menschen, die dann Affen dabei haben und die zur Schau stellen.
00:24:13: Für mich gibt es aber auf Reisen eine goldene Regel, der ich immer folge und das ist, wenn ich alleine unterwegs bin und ich konnte mir von einem Ort noch nicht so umfassenden Eindruck machen, dass mein Bauchgefühl dem zustimmt, bin ich voreinbruch der vollen Dunkelheit in meine Unterkunft zurück.
00:24:36: Dementsprechend habe ich die Vorbereitung für den Abend auf Jama Elf nah hinter mir gelassen und bin zurück zur Unterkunft.
00:24:48: Nächster Tag, nächstes Ziel.
00:24:50: Für mich gibt es in die Medesa Ben Yusef.
00:24:56: Ich und Aussprache.
00:24:58: Na ja, das ist auf jeden Fall eine ehemalige Koran-Schule und wirklich ein Meisterwerk marokkanischer Architektur.
00:25:05: Es gibt ganz viel filigrane, mosaike, kunstvolle Stuck- und Holzarbeiten und ganz beeindruckende Bögen.
00:25:15: und auch in der Mitte hat man eben wieder so einem Innenhof, das ist ganz typisch marokkanische Architektur und in der Mitte von dem Hof ist eben auch ein Pool oder so ein Wasserbecken und man sieht auch überall wieder diese typischen Farben, wie es auch in den Grabstätten war.
00:25:32: Das heißt, man hat ganz viel in weiß gehalten, weiße Verzierungen und die Fliesenfarben sind ganz oft in so einem Tokis, Schwarz, Mittelblau und so einem Gelb, Gold und eben alles in Mosaiken angesetzt, ganz viel Holz mit ganz viel Schnitzereien, also eher so ein Mittel bis dunkleres Holz und immer wieder so Goldelemente.
00:25:57: Ja, es war eine ehemalige Schule, dementsprechend gibt es auch mehrere Stockwerke und natürlich auch die ehemaligen Klassenzimmer.
00:26:05: Und man kann eben durch dieses Gebäude gehen und sich auch diese kleinen ... ja, er kann man angucken und es gibt eben auch immer wieder so mittelsammelpunkte, von denen man dann von oben nach unten durchgucken kann.
00:26:19: Alles ist eben verziert und auch das ganze Gebäude ist ein ganzes Kunstwerk für sich.
00:26:28: und auch da.
00:26:29: Bin ich durch sämtliche Gänge, hab durch die Fenster durchfotografiert, saß ein bisschen im Hof.
00:26:36: Es gibt auch ein paar Ausstellungen oder dann so Videoinstallationen, die einfach noch so ein paar Sachen zu der Geschichte erzählen.
00:26:44: Und man kann sich dort auf jeden Fall eine ganze Weile aufhalten.
00:26:48: Nach einer Weile ging es für mich aber weiter.
00:26:51: Und mir ist das selber schon wieder passiert.
00:26:54: Ich bin einfach weitergegangen und bin aus Versehen schon wieder in einer Sehenswürdigkeit gelandet und diesmal in einer ganz, ganz wundervollen Ruheoase.
00:27:04: In einem Garten.
00:27:05: Le Jardin Secret, also der versteckte Garten quasi.
00:27:11: Ein wundervoller Garten mit verschiedensten Pflanzen, besonders auffällig sind die Zitrus vor allem, Zitronen, Bäume.
00:27:20: die immer auf die Mitte zuführen.
00:27:22: Denn dort warteten wunderschöner, großer Pavillon genauso schön verziert wie fast alles in Marokko mit schönen Schnitzereien und Mosaiken.
00:27:34: Und auch der Boden ist in den klassischen Farben gehalten, also gefließt in so einem mittleren Grün und Weiß.
00:27:41: Es gibt noch ein Gebäude dort, wo es auch ein Café gibt, glaube ich.
00:27:47: Das ist dann eher wieder in diesem typischen Rot gehalten, der Rest auch wieder in in Beesch-Tönen, überall in dem kleinen Garten und Park.
00:27:58: Gibt es auch verschiedene Sitzgelegenheiten, wo ich mich dann auch niedergelassen habe und erst mal was getrunken habe.
00:28:05: Denn was man nicht vergessen darf bei der ganzen Sache, es ist zwar Ende November, aber tagsüber wird es in Marokko halt auch wirklich richtig, richtig warm.
00:28:17: Und ich war ja viel unterwegs und viel zu Fuß unterwegs.
00:28:20: guckt da auf jeden Fall immer drauf, dass du ausreichend Flüssigkeit dabei hast oder zwischendurch immer Pausen einlegst, um was zu trinken.
00:28:28: Und diese Gärten sind eben auch so diese Ruheoasen in der Stadt.
00:28:34: Also selbst wenn man in der Stadt so eine und in den Suchs und auf den Plätzen und überall so eine maximale Reizüberflugung hat, gibt es eben immer wieder und überall in der Stadt so Rückzugsorte.
00:28:49: Ob das jetzt die Dachterassen sind oder ob das die Gärten sind oder dann die Parks in den Sehenswürdigkeiten selbst, wo man sich einfach mal zurücknehmen kann, in die Stille gehen kann und das ganze Spektakel reflektieren kann und alles um sich rum aus sich wirken lassen kann.
00:29:07: Der Gartenkostet eintritt, das war tatsächlich ein bisschen teurer als ich dachte.
00:29:13: Also ich guck, das hat so um die zehn Euro gekostet.
00:29:18: Das kostet teilweise auch der Eintritt zu, ja, zu so Gebäuden, wo es einfach noch mal ein bisschen mehr zu sehen gibt oder wo ich meine, dass die Instandhaltung und Restaurierung ein bisschen teurer ist als jetzt bei einem Garten.
00:29:32: Aber am Ende, ob sich das jetzt für einen lohnt oder nicht, muss man selbst entscheiden.
00:29:36: Ich wollte auf jeden Fall die Auszeit im Grünen im Mitten des Stadtgewusels mir nicht entgehen lassen.
00:29:45: Den Abend lasse ich ausklingen im Riat.
00:29:47: Ich bin schon früher zurück.
00:29:49: Denn dieses Riad Sabah, das stelle ich auch mit in die Show Notes, ist schon ein Kunstwerk für sich.
00:29:57: Wie gesagt, auch dort gibt es diesen offenen Innenhof und auch oben eine wunderbare Dachterrasse, von wo man eben auch nach unten gucken kann und auch dort.
00:30:06: Es sind so dunkle Säulen, die Wände sind erhell, aber es gibt überall Holzelemente, die auch wieder mit Schnitzereien verziert sind.
00:30:16: Und von oben hat man eben auch nochmal Überblick über die Stadt.
00:30:20: Es sind ein paar Palmen, Lichter und Lamping-Jungs.
00:30:24: Und man kann dort auch ganz wunderbar sitzen.
00:30:27: Ich habe also auch ein Buch mitgenommen und ziehe mich da zurück.
00:30:32: Denn für den nächsten Tag ist was ganz Besonderes geplant.
00:30:36: Denn ich habe für den nächsten Tag ein Ticket gebucht.
00:30:41: Und es gibt tatsächlich... Eine Sehenswürdigkeit, eine Attraktion in Marrakesch, für die mir auch empfohlen wurde, im Voraus Tickets zu buchen und auch eher früher als später dort zu sein.
00:30:56: Es gibt nämlich in Marrakesch einen Ort, der als Anziehungspunkt für die verschiedensten Menschen gilt.
00:31:03: Dort findet man die Backpacker, dort findet man vielleicht die Menschen, die ein bisschen schicker unterwegs sind und nur auf dem Kurztrip durch Marrakesch.
00:31:13: Man findet Familien und man findet auch die Fashion-Liebhaber.
00:31:19: Denn der Name dort, der ist legendär.
00:31:25: Ich spreche von Yves Saint Laurent.
00:31:28: Yip.
00:31:29: Yves Saint Laurent war in der Vergangenheit lange, lange Zeit in Marokko und hat Marrakesch eben auch als sein Inspirationsort gewählt.
00:31:41: und ja, ich sag mal so, diese Farben, die Muster, die Schnitte, irgendwas zwischen Wüsten, Sand und Berber, Legenden, das heißt Legenden, das ist immer noch lebend, findet man eben auch in seinen Kollektionen oder seinen Visionen wieder.
00:32:01: Und die Rede ist von Shadin Mashorel.
00:32:04: Wie der Name sagt, war eher quasi derjenige, der für den Garten verantwortlich war.
00:32:10: Das ganze, ich sag mal, Yves Saint Laurent Ding besteht nämlich aus dem sehr großen, wunderschönen, legendären Garten und zwei Museen.
00:32:20: Also zum einen gibt's dort das Yves Saint Laurent Museum, dann gibt's dazu noch ein kleines Berbermuseum und eben den Garten.
00:32:27: Bei den Tickets kann man sich entscheiden, ob man eben Garten mit Berbermuseum und ohne eben das Isoleron Museum besuchen möchte und kann das vorab eben mit Zeitslots buchen.
00:32:41: Ich bin direkt nach dem Frühstück los, also erstens mal wegen der Wärme und zweitens ja wegen einfach der Überlauffung, ich wollte nicht, dass das so voll ist.
00:32:52: An dem Morgen ist mir aber ein kleiner Faux-Pas passiert.
00:32:55: Also das ganze Gelände liegt ein bisschen weiter außerhalb von vom Stadtzentrum, man kann da auch hingehen, dann ist man wahrscheinlich so, je nachdem, wo man ist, natürlich, so eine dreiviertel Stunde bis Stunde unterwegs.
00:33:07: Ich habe mich dann fürs Taxi entschieden, weil ich Schobbel mir am Morgen so dermaßen die kleine See gestoßen habe, dass die komplett dunkelblau und angeschwollen war und das einzige an Schuhwerk, an das ich noch reingekommen bin, meine Badelatschen waren.
00:33:23: Am Ende war ich aber für diesen Klumpen, der am Ende meines Beins darum her hing.
00:33:29: sogar ziemlich dankbar, weil das nämlich dazu geführt hat, dass ich mich auf dem Weg durch den Garten immer wieder auf eine Bank gesetzt habe und dadurch so viele Details entdeckt habe, die mir sonst wahrscheinlich überhaupt nicht aufgefallen werden.
00:33:45: Beim Kauf des Tickets habe ich da gar nicht so drauf geachtet, aber selbst da sieht man schon Logo, dass alles in so einem sehr kräftigen Mittel... blau und mittelgrün gehalten ist.
00:34:00: Und die Farbe, die ist in diesem Garten absolut Programm.
00:34:06: Also man hat dort die verschiedensten Pflanzen-Sorten aus, ich weiß nicht, wie vielen Ländern vertreten.
00:34:14: Natürlich alles so, was auch mit den Temperaturen gut klarkommt.
00:34:18: Das heißt, man hat ganz viel Palmen, Monsterer, die verschiedensten Kaktänen in übermenschlich groß, also sehr Ja, verschlungene, klassische mit riesigen Stacheln und auch die Töpfe und Wasserbecken, die dort überall sind, sind in diesem Mittel blau und diesem grün und auch diesen grünen Kacheln gehalten.
00:34:44: Und es gibt überall ganz wunderbare Fotospots und auch immer wieder diese gestrichenen Säulen aus so einem Mittel.
00:34:53: Ist gar nicht, ist das Kobalt?
00:34:55: Ich muss mal googeln.
00:34:56: Ist das Kobaltblau?
00:34:58: Ich würde sagen, es ist so eine Art Kobaltblau, aber auch nicht ganz.
00:35:04: Also ich habe mal vorher recherchiert, das ist wohl eine ganz eigene Bezeichnung.
00:35:08: Und umso mehr man durch diesen Garten geht, umso mehr blitzt dieses Blau auch durch die verschlungenen Pflanzen und Kaktänen durch, bis man eben vor diesem legendären blauen Haus steht.
00:35:25: Und diese Farbe ist so, man hat dieses helle Blau des Himmels, die Blauen, gließen die immer wieder auftauchen und dann bam, dieses Kobalt, blaue, leuchtende, kräftige, in sich einziehende Haus.
00:35:41: Und dazu eben auch nochmal so eine kleine Isolaro-Ausstellung.
00:35:46: Und es gibt dort verschiedene Teiche mit Fischen und immer wieder kleine Pavillons.
00:35:53: Brunnen und Wasserwege und auch einen Fotosport, bei dem man tatsächlich anstehen muss, um dort ein Foto machen zu können.
00:36:01: Das war aber irgendwie auch ein Vorteil, weil ich dadurch natürlich auch gleichen Opfer hatte, dass mich filmen und fotografieren konnte.
00:36:08: Ich war ja allein unterwegs und das war auch so ein Standardprozedere.
00:36:11: Also eigentlich die, die hinten standen, haben immer die, die vorne waren fotografiert und dann ging das eben so rein um.
00:36:17: Auch dazu werde ich natürlich Fotos veröffentlichen.
00:36:20: Ich fotografiere ja wirklich unfassbar gerne Bäume und bin auch Kaktänenliebhaberin.
00:36:25: Also das war für mich wirklich das absolute Paradies.
00:36:28: Ich habe mich auch dazu entschlossen.
00:36:30: erst in den Garten zu gehen und dann in das Museum auch mit dem Hintergedanken, dass es wahrscheinlich mittags erwärmer wird und voller, das war auch so.
00:36:38: Also das Berbermuseum ist quasi in den Garten integriert und das, das tatsächliche oder eigentliche Isolaro Museum ist dann eben nochmal nebendran und ist auch von der Architektur sehr beeindruckend eher modern gehalten und die Innenräume sind sehr, sehr dunkel.
00:36:55: Das ist alles fast schwarz und dort sind eben auch verschiedene Kleider und Stoffe ausgestellt, die natürlich, wenn dann das Licht drauf fällt mit diesem dunkle schwarzen Hintergrund, so richtig schön zur Geltung kommen.
00:37:10: Hab mich also dort ein bisschen abgekühlt, denn ich war jetzt schon mehrere Stunden im Garten und bin dort umher spaziert und ganz viel gesessen.
00:37:20: Aber ich bin ja immer noch auf den Spuren von Jochen Schlimmern.
00:37:24: Und Jochen hat in Marrakesch etwas gemacht, das ich auch schon mal in Thailand gemacht habe und absolut empfehlen kann.
00:37:31: Auf Reisen, aber auch zu Hause.
00:37:34: Ein Kochkurs.
00:37:36: In Thailand habe ich den Kochkurs gemacht und kocht zum Teil die Rezepte immer noch nach oder habe zumindest so ein Gefühl dafür, die asiatische Richtung ganz grob gesagt zu Hause hinbekommen.
00:37:47: Und das wollte ich auch in Marrakesch tun.
00:37:52: weil ich das Essen dort und die Küche dort so sehr liebe, wollte ich auf jeden Fall für mich so ein Stück mit nach Hause nehmen und diesen Geschmack im Ansatz in meiner eigenen Küche nachkochen.
00:38:05: Ich war also dort in einem Kaffee mit eben Küche, die das anbieten, ganz in der Nähe von meinem Riat, war auch eine Empfehlung von der Besitzerin und als erstes trifft man sich als Truppe und hat dann eben auch so einen Rezeptbüchlein, wo man sich ein Menü zusammenstellen kann, als wir uns dann alle entschieden haben, was wir wollen, gehen wir zusammen auf dem Markt und kaufen dort alle Zutaten für unser Menü frisch ein.
00:38:33: Der Koch Mohammed erklärt uns auch, worauf man beim Kauf achten muss, welche Gewürze das sind, wofür die wichtig sind, wie das weiterverarbeitet wird, also auch dieser Zutronen zum Beispiel, die man für mein Lieblings-Tagin braucht, die sind in so Salzwasser eingelegt.
00:38:52: Ja, und er erklärt uns da eben einfach, wie der Markt funktioniert, welche Zutaten eben typisch marokkanisch sind und wir kaufen alles frisch ein und gehen dann eben in die große Gemeinschaftsküche zurück im Café auf der Dachterrasse, wie wunderbar, und kochen dort zusammen.
00:39:09: Jeder bekommt zu seiner Aufgabe, es wird zusammen in der Gruppe, ich glaube, er waren zu zehn.
00:39:15: haben wir dann dort zusammen geschnippelt, gekocht und haben eben immer wieder Tipps und Tricks von Mohammed bekommen, der uns da tatkräftig unter die Arme gegriffen hat und uns genau erklärt hat, wie die Dinge zubereitet werden.
00:39:32: Anschließend haben wir das ganze Menü natürlich auch gemeinschaftlich auf der Dachterrasse verdruckt.
00:39:38: Und jeder hat eben nochmal dieses Rezeptbüchlein, wo dann nicht nur das Rezept drin oder die Rezepte drin waren, die wir gekocht haben, sondern alle Rezepte, die wir eben zur Auswahl hatten, drin waren, mitbekommen oder haben wir mitbekommen, damit wir das eben zu Hause nachkochen können.
00:39:55: Manchmal bekommt man nicht genau das Gewürz oder genau die Zutaten, da muss man vielleicht so ein bisschen improvisieren.
00:40:01: Und trotzdem ist es halt was, wo man sich so ein Stück Reise mit nach Hause nimmt und vielleicht auch das Fernwehr aufkommt, das im wahrsten Sinne des Wortes so ein bisschen... stillen kann.
00:40:13: Und das ist auch meine Empfehlung, selbst wenn man nicht auf Reisen ist, mal einen Kochkurs zu machen.
00:40:20: Also das lässt sich auch super am Feierabend oder im Ende einfach mal machen mit Freunden, Familien, Bekannten und ob es jetzt die Rezepte der Oma sind, die dort nachgekocht werden, also so die Kultur.
00:40:34: des Ortes, wo man eben gerade ist.
00:40:36: Also guck dir mal bei deiner nächsten Reise, ob du dort ein Kochkurs angeboten wird oder wenn du eben auf der Suche bist nach einem Event für Feierabend oder fürs Wochenende, was in deiner Umgebung angeboten wird.
00:40:50: Es ist auf jeden Fall eine sehr gute Beschäftigung für ein paar Stunden, wo man am Ende ein leckeres mit Liebe zuberattetes Essen bekommt und sogar noch was mit nach Hause.
00:41:00: Nämlich das Wissen, wie man das Ganze zubereitet und vielleicht noch so ein paar allgemeine Kochtricks mit dazu.
00:41:09: Die restlichen Tage habe ich ganz entspannt angehen lassen.
00:41:12: Ich habe noch einige Stunden auf den verschiedensten Dachterrassen der Stadt und im Riad verbracht.
00:41:19: Ich war noch im Hamam und habe mir da eine Anwendung gegönnt.
00:41:22: Nicht so traditionell, wie ich es in der ersten Episode vom Marokotrip in dem Surftrip erzählt habe, sondern dort, was eben richtig mit Anwendung, das heißt, ich habe da eben auch eine Massage mit dazu bekommen.
00:41:34: Ich war sehr viel lecker essen, habe mich durch die Suchs immer wieder treiben lassen.
00:41:41: Ich bin einfach durch die Gegend gelaufen und selbst wenn es jetzt keine offizielle Sehenswürdigkeit ist, es gibt einfach immer wunderschön verzierte Ecken, Plätze, Hinterhöfe, kleine Restaurants, Cafés.
00:41:54: Also man kann sich in Marrakesch auf jeden Fall sehr gut die Zeit vertreiben.
00:42:00: Und es gibt auch noch einige Sehenswürdigkeiten, die ich nicht gesehen habe.
00:42:04: Also zum Beispiel der Bahia-Palast.
00:42:07: Der wäre eigentlich auch dort in der Nähe von Caspar gewesen, der war aber gerade geschlossen.
00:42:12: Es gibt dann auch noch die Menara Gärten.
00:42:14: Dort war ich auch nicht, war aber auch eine Empfehlung.
00:42:18: Und wenn man jetzt nicht nur in der Stadt sein möchte, sondern vielleicht auch ein bisschen was drum herum sehen will, ist Marakish halt auch sehr, sehr gut geeignet für Ausflugsziele, die drum herum sind.
00:42:31: Marrakesch liegt so in den Ausläufen der Sahara und das Atlasgebirge.
00:42:36: Es gibt auch Wasserfälle in der Nähe, es gibt Berberdörfer in der Nähe und da wird alles möglich an Ausflügen angeboten.
00:42:43: Sahara-Tipptour, es werden auch Heißluftballonflüge angeboten.
00:42:48: Da gibt es auch überall in der Stadt so Stände und Anbieter, wo man auch so Tagestrips sehr einfach und unkompliziert buchen kann.
00:42:58: Zum Abschluss meiner Reise habe ich mich nochmal für zwei Tage am Strand entschieden, bevor es dann nach meinen zwei Wochen Marokko auch zurück nach Deutschland in die Heimat ging.
00:43:10: Marokko, ein Land, das auf jeden Fall noch sehr, sehr viel mehr zu bieten hat als das, was ich jetzt gesehen habe.
00:43:17: Ich weiß nicht wann, aber irgendwann komme ich garantiert zurück und ich hoffe, ich konnte dir in den zwei Episoden und auch jetzt hier in der Marrakesche Episode Ein Eindruck vermitteln, wie es dort so ist, wie es dort aussieht, wie es dort riecht, wie das Essen dort schmeckt und so ein bisschen marokkanisches Lebensgefühl mitgeben.
00:43:40: Und wer weiß, vielleicht gibt deine nächste Reise ja auch nach Marokko.
00:43:45: Schreibt mir auch gerne unter den Instagram-Posts, die zu der Episode kommen werden, ob du an einem der Orte schon mal warst, wie es für dich war oder ob du einfach jetzt Lust bekommen hast, einmal nach Marrakesch, nach Marokko zu reisen.
00:44:00: Ich wünsche dir noch eine gute Zeit und freue mich, wenn du das nächste Mal wieder rein hörst bei Kompass und Café.
00:44:07: Like und abonnier auch gern die Kanäle und abonnier auch dem Podcast bei deiner Lieblingspodcastplattform, damit du keine Episode mehr verpasst, wenn du Fragen, Wünsche, Anregungen hast.
00:44:21: Schreib mir auch gerne E-Mail an.
00:44:23: Podcast at kompasundcafé.de einfach durchgeschrieben ohne Punkt, ohne Komma, ohne Binderstrich oder eben direkt bei Instagram.
00:44:33: Damit bis zum nächsten Mal.
00:44:36: Deine Corinna.
Neuer Kommentar